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Volleyball Bundesliga: Blaubären sind enttäuscht über die eigene Leistung

Volleyball Bundesliga: Blaubären sind enttäuscht über die eigene Leistung

Die Volleyballerinnen des TSV Flacht unterliegen im ersten Rückrundenspiel der Bundesliga Schwarz-Weiß Erfurt glatt mit 0:3.

Henning Maak | Leonberger Kreiszeitung 12.01.26:

WeissachDie Enttäuschung in der Heckengäuhalle war bei Spielerinnen und Verantwortlichen fast mit Händen zu greifen. „Die Niederlage ist hart“, sagte Außenangreiferin Hanne Binkau, die zur wertvollsten Spielerin der Blaubären gewählt worden war, die klare 0:3(14:25, 19:25, 13:25)-Heimpleite nach knapp einer Stunde Spielzeit gegen Schwarz-Weiß Erfurt. Und auch Trainer Manuel Hartmann knurrte. „Ich bin nicht besonders zufrieden, gegen ein Team wie Erfurt können wir uns besser präsentieren“, meinte er.

Auf ein deutlich engeres Spiel hatte der Coach gehofft, Erfurt schien von den etablierten Teams in der Liga noch am ehesten in Reichweite zu sein – abgesehen von den Siegen gegen die drei Aufsteiger ergatterte SW nur noch einen einzigen weiteren Zähler beim VC Wiesbaden. Doch im ersten Spiel des neuen Jahres unterliefen den Blaubären wieder deutlich mehr Eigenfehler als noch in den letzten beiden Partien des Vorjahres in Borken und gegen Dresden.

26 Aufschlag- und Angriffsfehler standen bei den Gastgeberinnen in der Statistik. „Wir haben einen kompletten Satz abgegeben, ohne dass die Erfurterinnen etwas tun mussten“, bedauerte Manuel Hartmann. Insbesondere bei den Aufschlägen wurde der Unterschied zwischen beiden Teams deutlich: Während Erfurt zehn Asse bei sieben Fehlern gelangen, unterliefen den Blaubären zwölf Aufschlagfehler bei nur sechs Assen.

War es im Hinspiel noch die französische Zuspielerin Emilie Respaut, die die Flachterinnen mit ihren Topspin-Aufschlägen auf die Verliererstraße geschickt hatte, bereitete diesmal Außenangreiferin Alianza Darley, die 16 Punkte erzielte, den Blaubären große Probleme. Im ersten Durchgang gelangen ihr vier Asse in Folge, die Gäste zogen von 10:7 auf 17:8 davon und hatten zehn Satzbälle.

Ihre beste Phase hatten die Blaubären zu Beginn des zweiten Durchgangs, als sie die Begegnung bis zum 11:12 offen halten konnten und zweimal in Führung lagen. Dies hatte auch damit zu tun, dass die eingewechselten Alina Stäbler und Hanne Binkau die Annahme stabilisierten. Doch anschließend ließen die Blaubären zu viele Punkte in Folge zu und gerieten mit 11:17 in Rückstand. Das hatte auch damit zu tun, dass Erfurt aus einer guten Annahme heraus ein sehr schnelles Angriffsspiel aufzog und die TSV-Frauen im Block häufig zu spät waren.

Im dritten Satz konnten die Gastgeberinnen den Rückstand bis zum 7:10 in Grenzen halten, ließen die Thüringerinnen dann aber wieder auf 7:16 enteilen. „Wir haben uns im zweiten und dritten Satz deutlich in der Annahme gesteigert, sind aber dann im Angriff zu lange nicht durchgekommen oder haben selbst Fehler gemacht“, analysierte Coach Hartmann. Ein Problem auf Flachter Seite war, dass sich Erfurts Block im dritten Satz auf Frauke Neuhaus eingestellt hatte, die in den ersten beiden Durchgängen mit ihren Angriffen zumeist durchgekommen war. „Wenn der Gegner sich auf sie eingestellt hat, kommt auch sie an ihr Limit“, meinte Hartmann.

Keine Rolle hat nach seiner Ansicht gespielt, dass Saskia Zuber ausgefallen war. „Roxana Vogel hat ihre Sache als Zuspielerin gut gemacht und die Bälle schön verteilt“, zeigte sich Hartmann zufrieden, der als positive Nachricht verbuchen konnte, dass sich Saskia Zubers Fußverletzung nicht als Bruch oder Muskelriss herausgestellt hat. „Es ist einfach eine starke Prellung mit einem Bluterguss“, erläuterte er. Eine weitere Untersuchung in der kommenden Woche soll zeigen, ob die Zuspielerin nächsten Sonntag beim USC Münster schon wieder dabei sein kann.