Binder Blaubären TSV Flacht feiern erfolgreichen Heimauftakt gegen Hamburg
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Die Binder Blaubären TSV Flacht gewinnen ihr erstes Heimspiel der Saison 2026/27 gegen die ETV Hamburger Volksbank Volleys mit 3:1 (25:22, 21:25, 26:24, 27:25). Vor 402 Zuschauern in der Bärenhöhle entwickelte sich am 10. Oktober ein spannendes Duell, das vor allem durch eine starke Aufholjagd im dritten Satz und einen umkämpften vierten Durchgang geprägt war. Nach 124 Minuten Spielzeit stand der erste Heimsieg der Saison fest.
Erfolgreicher Auftakt trotz Startschwierigkeiten
Die Binder Blaubären starteten mit Hanna Kögler, Britta Schammer, Lara-Marie Schaefer, Roxana Vogel, Frauke Skrabak und Hanne Binkau in die Partie. Zu Beginn des ersten Satzes tat sich die Heimmannschaft zunächst schwer und geriet früh in Rückstand. Erst nach vier Punkten in Folge für die Gäste aus Hamburg durchbrach Britta Schammer mit einem Angriff die gegnerische Serie. Beim Stand von 4:8 kam es zudem zur Premiere der neuen Video Challenge: Cheftrainer Manuel Hartmann ließ einen vermeintlich geretteten Ball überprüfen, konnte die Entscheidung jedoch nicht zu seinen Gunsten korrigieren. Der Punkt ging an Hamburg.
Davon ließen sich die Blaubärinnen nicht dauerhaft aus dem Konzept bringen. Mit zunehmender Spieldauer fanden sie besser in die Partie und kämpften sich bis zum 9:9-Ausgleich zurück. Zuspielerin Roxana Vogel sorgte mit einem direkt gespielten Ball ins gegnerische Feld für die erste Führung der Gastgeberinnen. In der Folge gelang es Flacht, sich einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten, der Hamburgs Cheftrainer Jakub Brecka zu einer Auszeit zwang. Auch eine weitere Unterbrechung brachte die Blaubären nicht aus ihrem Rhythmus. Zwar nutzten die Hamburgerinnen ebenfalls die Video Challenge und erhielten nach einer erfolgreichen Überprüfung einen Punkt zugesprochen, doch die Gastgeberinnen blieben konzentriert. Kurz vor Satzende kam Viktoria Dörschug für Hanna Kögler ins Spiel. Mit einem erfolgreichen Angriff machte Hanne Binkau schließlich den Satzgewinn zum 25:22 perfekt und brachte die Blaubären in Führung.
Hamburg gleicht in einem engen zweiten Satz aus
Auch im zweiten Durchgang erwischten die Flachterinnen keinen optimalen Start. Erneut gelang es Hamburg, vier Punkte in Folge zu erzielen, ehe Britta Schammer die Serie mit einem gezielten Angriff beendete. Diesmal blieben die Blaubären jedoch enger an den Gästen dran. Viktoria Dörschug, die bereits im ersten Satz eingewechselt worden war, stand nun in der Startformation und setzte mit wirkungsvollen Angriffen wichtige Akzente. Als ein Angriff der Hamburgerinnen im Aus landete, übernahmen die Gastgeberinnen beim 8:7 die Führung.
Es entwickelte sich ein ausgeglichener Satz, in dem beide Mannschaften um jeden Punkt kämpften und die Führung mehrfach wechselte. Auch Roxana Vogel setzte mit einem direkt ins Hinterfeld gespielten Ball ein Ausrufezeichen. Cheftrainer Manuel Hartmann reagierte im weiteren Verlauf mit Wechseln auf den Positionen der Zuspielerin und der Außenangreiferinnen, um neue Impulse zu setzen. Die Hamburgerinnen hielten jedoch dagegen und nutzten ihre Chancen konsequenter. Mit 25:21 sicherten sie sich den zweiten Satz und stellten den Satzausgleich her.
Nervenstärke und eine beeindruckende Aufholjagd
Im dritten Satz gingen die Binder Blaubären durch einen Punkt von Franka van der Veer zunächst in Führung und fanden zunehmend zu ihrem Spiel. Mit druckvollen Aktionen setzten sie sich auf 8:4 ab, woraufhin Jakub Brecka seine Mannschaft zur Auszeit bat. Die Unterbrechung zeigte Wirkung: Hamburg arbeitete sich zurück in die Partie und stellte beim 11:11 den Ausgleich her.
Die Gastgeberinnen bewahrten dennoch die Ruhe und erkämpften sich Punkt für Punkt eine knappe Führung. In der Schlussphase wurde es zunehmend eng, sodass auch Manuel Hartmann mit einer Auszeit reagierte. Beim Stand von 18:22 aus Sicht der Blaubären schien der Satzgewinn in weite Ferne gerückt. Anni Tändler setzte mit einem starken Angriff aus der Mitte ein wichtiges Zeichen, doch Hamburg erspielte sich beim 20:24 vier Satzbälle.
Was anschließend folgte, war eine bemerkenswerte Aufholjagd der Flachterinnen. Mit großem Einsatz und der Unterstützung der heimischen Fans wehrten die Blaubären sämtliche Satzbälle ab und punkteten weiter. Sechs Punkte in Folge drehten den Satz schließlich zugunsten der Gastgeberinnen, die sich mit 26:24 belohnten und damit die Führung in der Partie zurückeroberten.
Heimdebüt aus der eigenen Jugend und die Entscheidung im vierten Satz
Mit dem Rückenwind des gewonnenen dritten Satzes starteten die Blaubären in den vierten Durchgang. Die Gastgeberinnen profitierten zunächst von Fehlern der Hamburgerinnen und überzeugten zugleich mit druckvollen Angriffen, einer stabilen Abwehr um Neuzugang Lara-Marie Schaefer und wirkungsvollen Aufschlägen. So gelang es Flacht, sich einen Vorsprung zu erarbeiten. Hamburg gab sich jedoch nicht geschlagen und kämpfte sich Schritt für Schritt zurück.
Im Verlauf des Satzes erhielten weitere Neuzugänge ihre ersten Einsatzminuten im Trikot der Blaubären. Ein besonderer Moment folgte beim Stand von 19:18: Mit Emily Hachenberg wurde eine Spielerin aus der eigenen Jugend erstmals in der ersten Mannschaft eingesetzt. Ihr Debüt krönte sie direkt mit einem clever getippten Ball, den sie perfekt im gegnerischen Feld platzierte. Der Punkt sorgte für großen Jubel auf den Rängen. Auch Hachenberg selbst schien ihren gelungenen Einstand zunächst kaum fassen zu können.
Die Hamburgerinnen hielten den Druck bis in die Schlussphase aufrecht und glichen zum 24:24 aus. Damit war die Entscheidung erneut offen. Doch die Blaubären bewiesen auch in diesem Moment Nervenstärke. Mittelblockerin Anni Tändler setzte schließlich den entscheidenden Punkt und machte mit dem 27:25 den 3:1-Heimsieg perfekt.
Starke Unterstützung in der Bärenhöhle
Auch abseits des Spielfelds war der Heimauftakt ein voller Erfolg. Die 402 Zuschauer sorgten für eine lautstarke und mitreißende Atmosphäre, fieberten bei den Ballwechseln mit und unterstützten die Mannschaft über die gesamte Partie hinweg. Hallensprecher Lemmi Demmi heizte die Stimmung zusätzlich an und animierte die Fans, die Blaubären lautstark nach vorne zu treiben. Gerade in der dramatischen Schlussphase des dritten Satzes und beim umkämpften Ende des vierten Durchgangs war die Unterstützung von den Rängen deutlich spürbar.
Als wertvollste Spielerinnen der Begegnung wurden Frauke Skrabak aufseiten der Binder Blaubären TSV Flacht und Francesca Galuppi aufseiten der ETV Hamburger Volksbank Volleys ausgezeichnet.
Gelungener Start in die neue Saison
Mit dem ersten Spiel der Saison und dem ersten Heimsieg in der Bärenhöhle setzen die Binder Blaubären TSV Flacht ein positives Zeichen für die neue Spielzeit. Nach dem Satzausgleich bewies die Mannschaft insbesondere im dritten Satz großen Kampfgeist und behielt auch in der entscheidenden Phase des vierten Durchgangs die Nerven. Der gelungene Heimauftakt, das Debüt aus der eigenen Jugend und die begeisternde Unterstützung der Fans machten den Saisonstart zu einem besonderen Erlebnis für Mannschaft und Publikum.
Bild: Nils Wüchner

