• Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

News

1. Bundesliga: Blaubären leisten Aachen mutigen Widerstand

1. Bundesliga: Blaubären leisten Aachen mutigen Widerstand

Beim klaren Favoriten Ladies In Black Aachen ist für die Flachter Blaubären erwartungsgemäß kein Punkt zu holen. Trotz der klaren Widerstände zeigte die Mannschaft erneut, was in ihr steckt.

Bereits im Hinspiel war der Klassenunterschied zwischen dem Aufsteiger Binder Blaubären TSV Flacht und den alteingesessenen Ladies in Black Aachen ersichtlich geworden, das Team aus der Kaiserstadt hatte sich gegen die Mannschaft aus dem Heckengäu mit 3:0 durchgesetzt. Doch bereits in der ausverkauften Heckengäusporthalle hatten die Blaubären gezeigt, dass sie sich auch einem derart übermächtigen Gegner nicht kampflos ergeben. Die Blaubären hatten den Ladies In Black schon einmal die Krallen gezeigt und waren fest entschlossen, dies erneut zu tun.

In der gut besuchten Sporthalle in der Neuköllner Straße fand der Außenseiter schwer in die Partie, zu stark waren die Gastgeber um die erfahrene deutsche Nationalspielerin Corinna Glaab, welche die Ladies In Black als Kapitänin aufs Feld führte. Trotz der spielerischen Unterlegenheit stemmte sich Flacht mit allen Mitteln gegen die erwartbare Niederlage. Im ersten Satz reichte es auf Blaubären-Seite für 15 Punkte, eine beachtliche Marke gegen den etablierten Bundesligisten. Diese sollte in der Folge noch überboten werden.

Satz zwei geriet beinahe zur Sensation. Die Blaubären hatten in ihr Spiel zurückgefunden und waren für die Aachener Hausherrinnen kaum mehr zu bändigen. Zwar gelang es den Ladies immer wieder, in einzelnen Angriffen ihre höherklassigen Spieler in Szene zu setzen, die mit ihren Einzelleistungen den Sturmlauf der Flachter temporär zu hemmen wussten. Doch der Aufsteiger bot dem Pokalfinalisten von 2015 immer wieder mutig die Stirn. Als es auf das Satzende zuging, kamen die TSV-Damen dem großen Favoriten gefährlich nah. Doch der Riese wankte nur, er fiel nicht. Doch mit 21 Punkten hatten sich die Blaubären enorm hochwertig präsentiert.

Der kräfteraubende zweite Satz wurde den Flachtern in der Folge zum Verhängnis, der Start in den dritten Satz gelang kaum. Schnell waren die Blaubären, die mit der Athletik der Top-Spieler aus Aachen bislang nur phasenweise mithalten können, weit abgeschlagen. Doch als alles nach einem einstelligen Ergebnis aussah, bäumte sich der TSV Flacht nochmal auf und hievte sich noch auf 12 Punkte. Ein Achtungserfolg für den couragierten Auftritt der Mannschaft.

Flachts Mittelblocker lieferten eine Glanzleistung ab. Lizzy Lobzhanidze und Britta Schammer waren mit jeweils sieben erzielten Punkten hinter Kapitänin Frauke Flachts erfolgreichste Punktesammler und holten gemeinschaftlich ganze sieben der elf Flachter Blockpunkte, nur einen weniger als die komplette Aachener Mannschaft. Zur wertvollsten Spielerin auf Flachter Seite wurde schließlich Britta Schammer ernannt. Nachdem sie bereits am 1. November den damaligen VC Wiesbaden-Trainer Tigin Yaglioglu von sich überzeugt hatte, verlieh ihr Aachens Trainerin Mareike Hindriksen ihre zweite Auszeichnung der Saison. Schammer überzeugte nicht nur durch ihr starkes Blockspiel, sondern steuerte auch zwei Aufschlagpunkte zur Leistung der Blaubären bei.

Die Niederlage in Aachen ist keine, die den TSV Flacht aus dem Konzept bringt. Zwischen beiden Teams liegen Gräben, die in Flachts erstem Jahr in der Bundesliga noch nicht überwunden werden können. Mit den Skurios Volleys Borken erwarten die Blaubären am kommenden Samstag einen Gegner in der Bärenhöhle, den ebenfalls ein solcher Graben von den Flachtern trennt, der allerdings etwas kleiner erscheint.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Andreas Steindl