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Blaubären gehen bei den Ladies in Black unter

Der Volleyball-Bundesligist TSV Flacht hat in Aachen keine Chance und wird sang- und klanglos mit 0:3 abgefertigt.
Jürgen Kemmner | Leonberger Kreiszeitung vom 02.03.2026

Aachen/LeonbergDie Reise in die alte Kaiserstadt Aachen hat sich aus sportlicher Sicht für die Binder Blaubären TSV Flacht nicht gelohnt: Der Bundesliga-Neuling unterlag dem dreimalige Liga-Dritten (2014, 2018, 2019) nach 61 Spielminuten mit 0:3 (15:25, 21:25, 12:25) und Cheftrainer Manuel Hartmann fasste die Begegnung kurz und knapp zusammen: „Wir hatten zu viel Respekt und es ist uns nicht gelungen, einfache Bälle zu spielen.“

Die Blaubären hatten die Ladies in Black als Gegner auf der Liste, der schlagbar schien – wenn die Aachenerinnen einen schlechten Tag erwischten und die Frauen des TSV Flacht einen besonders guten. Doch weder das Eine noch das Andere traf ein. Die Gastgeberinnen, die mit fünf Spielerinnen der Stammsechs antraten, starteten überzeugend, die Blaubären hatten enorme Probleme mit dem Aufschlag der Ladies. Nach 18 Minuten war der Satz abgehakt.

Im zweiten Durchgang lagen die Flachter Frauen lange zurück, dann gelang ihnen eine Aufholjagd – und wenn sie sich in der entscheidenden Phase nicht so viele Aufschlagfehler geleistet hätten, wäre es womöglich noch enger geworden. Von einem möglichen Satzgewinn wollte Hartmann aber nicht sprechen, „wir wären aber vielleicht noch recht nah rangekommen“, meinte er.

Im dritten Satz war dann endgültig die Luft raus bei den Blaubären, der Chefcoach allerdings grollte seinen Spielerinnen nicht. „Jetzt wollen wir noch mal aufdrehen am nächsten Samstag gegen Borken“, betonte der 39-Jährige. Dann geht es ab 19.30 Uhr in der Heckengäusporthalle um den inoffiziellen Titel „bester Aufsteiger“. Die Volleys Borken und Flacht liegen mit jeweils sieben Punkten auf den Plätzen neun und zehn.


1. Bundesliga: Blaubären leisten Aachen mutigen Widerstand

Beim klaren Favoriten Ladies In Black Aachen ist für die Flachter Blaubären erwartungsgemäß kein Punkt zu holen. Trotz der klaren Widerstände zeigte die Mannschaft erneut, was in ihr steckt.

Bereits im Hinspiel war der Klassenunterschied zwischen dem Aufsteiger Binder Blaubären TSV Flacht und den alteingesessenen Ladies in Black Aachen ersichtlich geworden, das Team aus der Kaiserstadt hatte sich gegen die Mannschaft aus dem Heckengäu mit 3:0 durchgesetzt. Doch bereits in der ausverkauften Heckengäusporthalle hatten die Blaubären gezeigt, dass sie sich auch einem derart übermächtigen Gegner nicht kampflos ergeben. Die Blaubären hatten den Ladies In Black schon einmal die Krallen gezeigt und waren fest entschlossen, dies erneut zu tun.

In der gut besuchten Sporthalle in der Neuköllner Straße fand der Außenseiter schwer in die Partie, zu stark waren die Gastgeber um die erfahrene deutsche Nationalspielerin Corinna Glaab, welche die Ladies In Black als Kapitänin aufs Feld führte. Trotz der spielerischen Unterlegenheit stemmte sich Flacht mit allen Mitteln gegen die erwartbare Niederlage. Im ersten Satz reichte es auf Blaubären-Seite für 15 Punkte, eine beachtliche Marke gegen den etablierten Bundesligisten. Diese sollte in der Folge noch überboten werden.

Satz zwei geriet beinahe zur Sensation. Die Blaubären hatten in ihr Spiel zurückgefunden und waren für die Aachener Hausherrinnen kaum mehr zu bändigen. Zwar gelang es den Ladies immer wieder, in einzelnen Angriffen ihre höherklassigen Spieler in Szene zu setzen, die mit ihren Einzelleistungen den Sturmlauf der Flachter temporär zu hemmen wussten. Doch der Aufsteiger bot dem Pokalfinalisten von 2015 immer wieder mutig die Stirn. Als es auf das Satzende zuging, kamen die TSV-Damen dem großen Favoriten gefährlich nah. Doch der Riese wankte nur, er fiel nicht. Doch mit 21 Punkten hatten sich die Blaubären enorm hochwertig präsentiert.

Der kräfteraubende zweite Satz wurde den Flachtern in der Folge zum Verhängnis, der Start in den dritten Satz gelang kaum. Schnell waren die Blaubären, die mit der Athletik der Top-Spieler aus Aachen bislang nur phasenweise mithalten können, weit abgeschlagen. Doch als alles nach einem einstelligen Ergebnis aussah, bäumte sich der TSV Flacht nochmal auf und hievte sich noch auf 12 Punkte. Ein Achtungserfolg für den couragierten Auftritt der Mannschaft.

Flachts Mittelblocker lieferten eine Glanzleistung ab. Lizzy Lobzhanidze und Britta Schammer waren mit jeweils sieben erzielten Punkten hinter Kapitänin Frauke Flachts erfolgreichste Punktesammler und holten gemeinschaftlich ganze sieben der elf Flachter Blockpunkte, nur einen weniger als die komplette Aachener Mannschaft. Zur wertvollsten Spielerin auf Flachter Seite wurde schließlich Britta Schammer ernannt. Nachdem sie bereits am 1. November den damaligen VC Wiesbaden-Trainer Tigin Yaglioglu von sich überzeugt hatte, verlieh ihr Aachens Trainerin Mareike Hindriksen ihre zweite Auszeichnung der Saison. Schammer überzeugte nicht nur durch ihr starkes Blockspiel, sondern steuerte auch zwei Aufschlagpunkte zur Leistung der Blaubären bei.

Die Niederlage in Aachen ist keine, die den TSV Flacht aus dem Konzept bringt. Zwischen beiden Teams liegen Gräben, die in Flachts erstem Jahr in der Bundesliga noch nicht überwunden werden können. Mit den Skurios Volleys Borken erwarten die Blaubären am kommenden Samstag einen Gegner in der Bärenhöhle, den ebenfalls ein solcher Graben von den Flachtern trennt, der allerdings etwas kleiner erscheint.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Andreas Steindl


1. Bundesliga: Saisonendspurt beginnt - Blaubären Flacht in Aachen

Für die Binder Blaubären TSV Flacht neigt sich die erste Saison in Deutschlands höchster Spielklasse langsam dem Ende zu. Am Sonntag steht das erste der drei letzten Saisonspiele an, die Mannschaft reist in den tiefen Westen

Noch drei Spiele für den TSV Flacht
Eine knappe Woche nach der schmerzhaften Heimniederlage gegen den ETV Hamburg sind die Binder Blaubären TSV Flacht wieder auswärts gefordert. Es ist Endspurt angesagt, am 14. März bestreitet der TSV sein letztes Saisonspiel, zuvor stehen aber noch zwei weitere Duelle an. Die NRW-Clubs machen den Anfang, am kommenden Sonntag gastieren die Flachter Blaubären erstmals in der Volleyball-Hochburg Aachen.

Bereits im Hinspiel den Favoriten gekitzelt
Zum Hinspiel empfing Flacht die Ladies In Black, wie sich die erste Mannschaft des PTSV Aachen nennt, im Dezember kurz vor Weihnachten. Getreu allen Regeln des Volleyballs siegte der seit 2008 erstklassig vertretene Favorit gegen den frisch aufgestiegenen Außenseiter mit 3:0. Dabei konnten sich die Flachter dennoch teuer verkaufen und lieferten eine achtbare Leistung ab.

Aachen spielt gut in der Spur
Aachen spielt erneut eine solide Saison. Gleichauf mit dem USC Münster führt die Mannschaft das Verfolgerfeld hinter den vorderen Vier der Liga an. Zehn Siege aus 18 Spielen sprechen klar für die Ladies In Black. Angeführt von Top-MVP Celine Jebens (sechs Medaillen), die im Sommer aus Wiesbaden kam, haben die Aachener um Trainerin Mareike Hindriksen den großen Umbruch des Sommers solide umgesetzt.

Als Außenseiter gut geliefert
Erneut gehen die Ladies In Black als turmhoher Favorit in das Duell gegen die Flachter Blaubären. Doch der rebellische Aufsteiger will wie schon in Münster zeigen, dass man in der Lage ist, große Gegner zu ärgern. In der Sporthalle Neuköllner Straße wird am Sonntag ab 16:00 Uhr das einzige Ligaspiel des Wochenendes ausgetragen, einen Tag nach dem Zoi-DVV-Pokalfinale in Mannheim. Flacht steht also unter Beobachtung, aber als Außenseiter hat der TSV Flacht immer am besten performt.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Marc Pflüger