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News

1. Bundesliga Volleyball Damen: TSV Flacht eröffnet Spieljahr 2026 gegen Erfurt

Mit einem 0:3 gegen Schwarz-Weiß Erfurt haben die Binder Blaubären TSV Flacht die Rückrunde ihrer ersten Spielzeit im deutschen Oberhaus eingeläutet. Trotz eines couragierten Auftritts der Blaubären war gegen den übermächtigen Gegner nichts zu holen.

Auch im vierten Duell mit dem etablierten Erstligisten aus Thüringen gab es für die Flachter Blaubären kein Land zu sehen. Wie bereits in den drei vorherigen Duellen mit SWE (das Hinspiel der aktuellen Saison sowie beide Duelle aus Flachts erstem Zweitligajahr) gelang den Blaubären weder Punkt- noch Satzgewinn. Wenngleich die Flachter Damen in Phasen des Spiels durch ihren leidenschaftlichen Einsatz auf dem Feld den enormen Qualitätsvorsprung des Gegners leicht kaschieren konnte, zeigte dieser die enorme Qualität seiner erstligaerfahrenen Top-Spielerinnen. Für die Blaubären, die gegenüber dem Hinspiel in Annahme und Abwehr bedeutend sicherer standen, gab es im Angriff kein Durchkommen gegen die Erfurter, die zudem den Blaubären-Block ein ums andere mal durchschlugen. Der erste und dritte Spielsatz gingen mit 25:14 und 25:13 deutlich an die höherklassigen Gäste, im zweiten Durchgang waren die Blaubären einem Teilerfolg mit 19 Punkten am nähesten. Nach 59 Minuten endete die Begegnung, zum dritten Mal in der laufenden Saison blieben die Flachter unter der Stundenmarke. Im Vergleich zum letzten Spiel gegen den Dresdner SC konnten sich die Blaubären jedoch bei der Punkteausbeute in den Sätzen deutlich steigern.

Eine Premiere erlebte Flachts Außenangreiferin Hanne Binkau. Die 27-Jährige kam im ersten Durchgang ins Spiel und überzeugte auf ihre gewohnte Art. Ohne große Show, dafür mit viel Präzision und klugen Angriffen prägte sie das Spiel der Gastgeber und verdiente sich damit ihre erste MVP-Auszeichnung in Deutschlands höchster Spielklasse. Nach einer Silbermedaille in Köln in der Vorsaison holte sich Binkau damit ihre zweite Plakette im schwarz-blauen Trikot. Ein anderer Umstand hingegen war keine Premiere, sondern gehört beim größten Außenseiter der ersten Bundesliga mittlerweile zum guten Ton: trotz der regelmäßigen sportlichen Unterlegenheit begeistert der TSV Flacht weiterhin seinen treuen Anhang, die Heckengäusporthalle II in Weissach war auch im sechsten Heimspiel der Saison wieder restlos ausverkauft. Eine solche Quote sucht in der ersten Liga ihresgleichen. Die leidenschaftlichen Auftritte der Binder Blaubären TSV Flacht begeistern auch ohne zählbare Ergebnisse.

Foto: Gerhard Heermann


1. Bundesliga | Binder Blaubären TSV Flacht: Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Erfurt: Wo die kleine Chance liegt

Das Jahr 2026 beginnt für die Binder Blaubären TSV Flacht genau wie die Saison 2025/26: mit einem Duell gegen Schwarz-Weiß Erfurt. Obwohl Flacht wie immer der klare Außenseiter ist, erkennt Trainer Manuel Hartmann eine kleine Chance.

Das Hinspiel in der thüringischen Landeshauptstadt fiel deutlich aus. Bei ihrer Erstligapremiere blieben die Blaubären in der Erfurter Riethsporthalle, die entgegen allen Annahmen nicht wirklich nach dem Head of Ticketing (Jürgen Rieth) der Binder Blaubären benannt ist, ohne Chance. Die Rollen waren bereits damals eindeutig verteilt, daran hat sich auch in diesem Jahr nichts geändert. Der TSV Flacht bleibt der tollste Hecht, aber auch der kleinste Fisch im riesigen Haifischbecken 1. Bundesliga. Dennoch sieht Manuel Hartmann für seine Mannschaft dieses Mal einen kleinen Lichtblick.

Nach der Winterpause, in welcher die Spielerinnen sich individuell fitgehalten haben, konnte das Team direkt loslegen und sich auf die anstehende Partie am Samstagabend (19:30 Uhr, Heckengäusporthalle II in Weissach) vorbereiten. Das haben Frauke Neuhaus und ihre Mitspielerinnen auch getan. Vor allem die Annahme von extremen Topspin-Aufschlägen wurde intensiv geübt, denn diese hatten der Mannschaft im Hinspiel noch arge Probleme bereitet. Auch in Angriff und Zuspiel ist SWE enorm gefährlich, die Schwächen des Zweitligameisters von 2024 liegen viel mehr in Abwehr und Annahme. Hier wollen Manuel Hartmann und sein Team den Favoriten ärgern. Der Trainer stellte klar: „Es ist nach wie vor ein Spiel zwischen einem kompletten Profi- und einem kompletten Amateurteam. Wenn die Mannschaft ihr oberes Level erreicht, könnte sie mit Erfurt mithalten – und dann kommt es auch darauf an, welche Form der Gegner an den Tag legt.“

Noch ist unklar, ob Saskia Zuber mit von der Partie sein kann, die Zuspielerin klagte zuletzt über Schmerzen am Sprunggelenk. Mit dabei sein werden jedoch voraussichtlich wieder etliche der stimmungsvollen Flachter Fans, nach den ersten fünf geht auch das sechste Heimspiel der Saison stramm in Richtung ausverkauft. Das freut auch den Trainer: „Mit etwas mehr Erfahrung, mehr Ruhe und den Fans im Rücken gelingt uns vielleicht noch der ein oder andere Sieg“, ist Manuel Hartmann hoffnungsvoll für die am Samstag beginnende Rückrunde. Das Duell der zweiten Kräfte aus Baden-Württemberg und Thüringen bildet Flachts Auftakt in die zweite Halbserie im Oberhaus.

Foto: Nils Wüchner


Leonberger Zeitung vom 09.01.26 | Henning Maak

Hoffnung auf gute Vorstellung und ein enges Spiel
Die Binder Blaubären des TSV Flacht starten am Samstag in der Heckengäusporthalle gegen SW Erfurt in die Rückrunde der Volleyball-Bundesliga.

LeonbergAls Trainer der Blaubären des TSV Flacht hat sich Manuel Hartmann in den vergangenen Monaten auf viele Neuerungen einstellen und lernen müssen, diese zu managen. Damit nicht genug: Über Silvester hat sich der Volleyball-Pädagoge nochmals an etwas Neuem probiert. „Ich war zum ersten Mal in meinem Leben Ski fahren“, erzählt der 38-Jährige, um sogleich schmunzelnd hinterherzusetzen: „Ich bin mir noch nicht sicher, ob das meine Sportart wird.“

Die gute Nachricht: Sowohl der Coach als auch alle Spielerinnen sind gesund und fit aus der freien Woche zwischen den Jahren ins erste Training am Montag zurückgekehrt. „Die paar Tage ohne Volleyball haben sicher allen gut getan, um den Kopf frei zu kriegen“, ist Manuel Hartmann überzeugt. Allerdings hatten alle Spielerinnen den Auftrag, ihr Athletikprogramm zu betreiben – egal wo. „Das hatte den Vorteil, dass wir mit Vollgas starten konnten und keine Spielerin erst hochfahren musste“, betonte der Coach.

Am Feiertag standen gleich zwei Trainingseinheiten auf dem Programm – und es gab eine kleine unangenehme Überraschung: Saskia Zuber verspürte stärker werdende Schmerzen im Sprunggelenk und musste das Training abbrechen. Ob sie am Samstag (19.30 Uhr) beim ersten Heimspiel in der Rückrunde gegen SW Erfurt dabei sein wird, muss sich bei einer Untersuchung zeigen. „Es war zumindest nicht der Volleyball-Klassiker, dass man beim Aufkommen mit dem Fuß umknickt. Sie hat einfach nur Schmerzen verspürt“, erzählt Hartmann.

Ob mit oder ohne Zuber – der Coach hofft beim Rückrundenauftakt gegen den Tabellenachten auf eine gute Performance seiner Mannschaft und ein enges Spiel. Auch wenn Erfurt von den etablierten Teams für die Blaubären am ehesten in Reichweite scheint, sieht er immer noch eine große Lücke: „Es ist nach wie vor ein Spiel zwischen einem kompletten Profi- und einem kompletten Amateurteam“, betont er. Wenn die Mannschaft jedoch ihr oberes Level erreiche, könne sie mit Erfurt mithalten – „und dann kommt es auch darauf an, welche Form der Gegner an den Tag legt“, ist Hartmann sicher.

Nach dem enttäuschenden Auftritt im Hinspiel und der glatten 0:3-Niederlage bei der Erstliga-Premiere in der Riethsporthalle im Oktober hat der Coach mit seinem Team in dieser Woche vor allem verstärkt die Annahme von extremen Topspin-Aufschlägen üben lassen. Denn eben diese von Erfurts Zuspielerin Emilie Respaut hatten im Hinspiel den Unterschied ausgemacht: In jedem der drei Durchgänge gelang der Französin eine kleine Serie, mit der sie in ihr Team vorentscheidend in Führung brachte. „Abgesehen davon konnten wir im Hinspiel einigermaßen mithalten“, weiß Hartmann noch gut.

Der Coach hat bei den Thüringerinnen ähnliche Probleme wie bei seinem eigenen Team ausgemacht: Annahme und Abwehr. „In den Elementen Zuspiel und Angriff ist Erfurt stark, da können sie uns vor echte Probleme stellen“, weiß Hartmann. Vor allem im Rückblick auf die letzten beiden schwächeren Auftritte in Borken und gegen Dresden standen bei den Blaubären zuletzt Abwehr und Gegenangriff als Trainingsschwerpunkte auf dem Programm. „Da haben wir im Vergleich zu Borken zu wenig gepunktet“, erklärt Hartmann.

Nach nur einem Sieg (in Hamburg) in der Hinrunde hofft Hartmann auf mehr in der zweiten Saisonhälfte – auch deshalb, da neben Erfurt auch die anderen beiden Paketaufsteiger Hamburg und Borken in die Heckengäusporthalle kommen. „Mit etwas mehr Erfahrung, mehr Ruhe und den Fans im Rücken gelingt uns vielleicht noch der ein oder andere Sieg“, hofft er.