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Binder Blaubären TSV Flacht: Finale furioso: Flacht krönt erste Bundesliga-Saison mit Heimsieg gegen Borken

Finale furioso: Flacht krönt erste Bundesliga-Saison mit Heimsieg gegen Borken

Die perfekte Kulisse, um Geschichte zu schreiben

Auch das zehnte von zehn Heimspielen in der Weissacher Bärenhöhle war wieder einmal ausverkauft. Neben etwa 25 angereisten Fans der Gäste aus Borken hatten sich auch etwa 40 Mitglieder der Sportfreunde Gechingen in der Heimspielstätte der Binder Blaubären Flacht eingefunden. Vor vollem Haus waren die Skurios Volleys Borken zu Gast, die im Sommer mit den Blaubären den Schritt in die deutsche Beletage gewagt hatten. Die Münsterländer wurden vor ihrem ersten Bundesliga-Aufstieg Meister in der zweiten Liga Pro, wo sie bereits zuvor das erste Jahr knapp vor den Flachtern beendeten. Die letzten vier Aufeinandertreffen gingen allesamt an die Borkener, Flacht blieb in jedem dieser Spiele punktlos. Doch diese schwarze Serie endete in Borkens letztem Saisonspiel.

Erster Satz: Flacht tut sich noch schwer

Doch zunächst waren die Gäste am Drücker, die sich mit schnellem Spiel und den harten Angriffen ihrer offensiven Waffen Pia Mohr, Liza Kastrup, Marika Loker und Fabienne Coenders als harte Nuss für den TSV Flacht erwiesen. Das Spiel blieb lange eng, keine Mannschaft konnte sich lange Zeit nennenswert absetzen. Erst spät gelang es den favorisierten Skurios Volleys, sich mit 25:20 den ersten Satzgewinn zu sichern. Die Flachter Blaubären fanden eingangs nur selten ein Mittel gegen die Gäste, die sich defensiv auf ihre dänische National-Libera Ditte Hansen verlassen konnten. Doch bereits im ersten Durchgang zeigten die Blaubären, dass sie sich keinesfalls kampflos mit einer Niederlage aus der Bärenhöhle verabschieden würden.

Die Blaubären kämpfen sich ins Spiel zurück

Bereits im zweiten Satz begannen die Blaubären, mutiger aufzuspielen und die eigenen Fehler zu reduzieren. Themen, die zuvor oft Punkte gekostet hatten, wirkten wie behoben, wenngleich es nochmal besonders eng wurde. Beim Stand von 23:23 gelang es den Blaubären, sich den ersten Satzball zu erspielen. Der Ball blieb lange in der Luft und wurde beidseitig mehrfach spektakulär gerettet, Flachts Zuspielerin Roxana Vogel glänzte gleich mehrfach mit sensationellen Reflexen. Am Ende zogen die Skurios Volleys den Punkt, es sollte jedoch ihr letzter sein. Ein Aufschlagfehler der Gäste und ein präzises Geschoss von TSV-Kapitänin Frauke Neuhaus sicherten den Blaubären mit 26:24 einen denkbar knappen Satzgewinn. Es blieb nicht der letzte.

Ein Fehler der Gäste bringt Flacht den Punktgewinn

Nach der zehnminütigen Spielpause lieferten die Flachter Frauen weiter, das Team von Trainer Manuel Hartmann spielte auf Sieg. Es entbrannte jedoch abermals ein enges Spiel, in dem sich die Borkener einen kleinen Vorsprung erspielten. Doch diesen drehten die Gastgeber wieder um und holten sich den Satzball mit 24:23. Aber noch bevor Frauke Neuhaus den Ball über das Netz gebracht hatte, ertönte der Pfiff des Unparteiischen. Ein Aufstellungsfehler der Gäste führte zur Wertung für den TSV Flacht, was in dieser Situation zum Satzgewinn der Blaubären gereichte. Die Borkener Mannschaft diskutierte erregt mit dem grünen Gespann, ohne Erfolg. Flacht ging damit in Führung und hatte im vierten Spielsatz den Sieg auf der Hand.

Sensationelle Aufholjagd krönt ein packendes Spiel

Wieder startete das Spiel eng doch, dieses Mal hatten die Borkener eingangs die deutliche Überhand. Als die Gäste mit 20:14 in Front gingen, schien der Satz so gut wie entschieden. Doch jeder, der die Blaubären in dieser Situation abschrieb, hatte sich gewaltig getäuscht. Mittelblockerin Lizzy Lobzhanidze verkürzte zunächst und schickte damit Britta Schammer zum Aufschlag. Ihre Positionsgenossin fand mit dem ersten Aufschlag Skurios-Kapitänin Fabienne Coenders, deren Annahme kläglich misslang. Das große Problem der Gäste: durch die Schwächephase holten sie nicht nur die Blaubären ins Spiel zurück, sondern insbesondere auch das lautstarke Flachter Publikum. Als der 20:20-Ausgleich fiel, kochte die Stimmung in der ausverkauften Heckengäusporthalle. Ein nächster Punkt für die Volleys aus Borken tat der guten Stimmung keinen Abbruch, auch, weil Flacht den Rückstand sofort umdrehte. Den ersten Matchball vergaben die Blaubären, doch dann war es Lobzhanidze, die den Ball mittig im Feld der Gäste versenkte und Flacht den dritten Erfolg der Saison sicherte. Der anschließende Jubel war kaum einzufangen. Nach vier herben Schlappen kann Flacht endlich wieder ein Duell mit den Skurios Volleys Borken für sich entscheiden. Im ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften war dies den Binder Blaubären zum bis dato einzigen Mal gelungen, am 28.10.23 schlug der TSV Flacht die erste Mannschaft des RSV Borken mit 3:2 in der Bärenhöhle.

Frauke Neuhaus: Beste des Spiels und der Saison

Maßgeblichen Anteil am Erfolg damals wie nun hatte abermals Kapitänin Frauke Neuhaus, die von der scheidenden Skurios-Trainerin Danuta Brinkmann zur wertvollsten Spielerin der Begegnung gekürt wurde. Schon bei Flachts erstem Sieg über die Borkener hatte Neuhaus die goldenen Plakette eingesackt. Damit nicht genug, die erfahrene Diagonalangreiferin wurde von Nick Binder, Geschäftsführer der als Namenssponsor des Teams aktiven Binder Gruppe zu Flachts wertvollster Spielerin der Saison ausgezeichnet. Nach sechs Silbermedaillen gelang Neuhaus damit erstmals in der laufenden Saison der Gewinn einer Goldmedaille im Trikot der Flachter Blaubären. Nach insgesamt 14 Goldmedaillen in der zweiten Bundesliga kam die 15. Auszeichnung in Liga eins hinzu. Frauke Neuhaus ist die einzige Flachter Akteurin, die bereits vor dem Aufstieg der Blaubären nennenswerte Erstliga-Erfahrung sammelte. Von 2016 bis 2023 lief sie in sieben Spielzeiten für die heutigen Bundesliga-Konkurrenten Aachen, Wiesbaden und Schwerin sowie für den aktuellen Zweitligisten NawaRo Straubing auf. Doch keiner dieser Teams hielt sie so lang die Treue wie den Flachter Blaubären, die sie zunächst mit überragenden Leistungen erstmals in der Vereinsgeschichte ins Oberhaus und anschließend als Vertretung der verletzt pausierenden etatmäßigen Kapitänin Julia Cedeño durch die Saison führte.

Tränenreicher Abschied: Vier Spielerinnen verlassen den TSV Flacht

Im Anschluss wurde es dann emotional. Zuerst wurde Teammanagerin Franziska Schüttelbauer mit einem Geburtstagsständchen bedacht, anschließend führte sie mit Manager Michael Kaiser und Sportdirektor Jan Lindenmair die Verabschiedung verdienter Kräfte durch. Mittelblockerin Julia Schneider und die erkrankt fehlende Außenangreiferin Sara Marjanovic, die beide im Sommer 2024 aus Ludwigsburg kamen, verlassen die Blaubären nach zwei Spielzeiten. Ganze drei Saisons haben Libera Alina Stäbler und Zuspielerin Saskia Zuber im schwarz-blauen Trikot verbracht, auch für die beiden endete mit dem letzten Heimspiel der Saison die Abenteuerreise mit den Binder Blaubären.

Ein letzter Schritt ist noch zu gehen

Für die Mannschaft sieht die Reise allerdings noch einen Zwischenstopp vor, am kommenden Sonntag gastieren die Schwarz-Blauen beim Vorjahres-Pokalsieger Dresdner SC.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht


  • Binder Blaubären TSV Flacht: TIME TO SAY GOODBYE
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Heute bestritten wir nicht nur unser letztes Heimspiel der Saison 2025/26, sondern mussten uns auch von vier fantastischen Spielerinnen und Persönlichkeiten verabschieden, die unser Team geprägt haben.

Ein riesiges Dankeschön geht an:

#1 Saskia Zuber (Zuspiel): Ein echtes Urgestein! Seit 2019 bist du ein Blaubär, seit 2023 hast du unser Spiel in der Bundesliga gelenkt. Danke für deine Treue, deine Übersicht und dein schwarz-blaues Herz!

#18 Alina Stäbler (Libera): Seit 2023 unsere Fels in der Brandung! Mit deinem unermüdlichen Einsatz in der Abwehr hast du uns so manchen Ball gerettet. Danke für deinen Kampfgeist!

#3 Julia Schneider (Mittelblock): Seit 2024 hast du am Netz für Ordnung gesorgt. Danke für deine Power im Block und deine Energie, mit der du das Team seit deinem Wechsel zu uns bereichert hast!

#9 Sara Marjanovic (Außen/Diagonal): Ebenfalls seit 2024 dabei, hast du uns mit deiner Vielseitigkeit und deinen Angriffen begeistert. Danke für deinen Einsatz und die wichtigen Punkte!

Ihr Lieben, ihr habt so viel für diesen Verein gegeben. Wir sagen DANKE dafür!
Auch wenn sich unsere Wege nach dieser Saison trennen, bleibt ihr immer ein Teil der Blaubären-Familie. Wir wünschen euch für eure sportliche und private Zukunft nur das Allerbeste!

📸 @nils_wuechner

🖤💙


Letztes Heimspiel unserer Binder Blaubären: Flacht - Borken 3:1

Nach der deutlichen 0:3-Niederlage im Hinspiel konnten wir heute unseren Heimvorteil nutzen und den Spieß umdrehen. So eng wie das Match war, bleibt es auch in der Tabelle: Mit einem Satzverhältnis von 13:52 gegenüber unseren 12:51 Sätzen rangieren die @skurios_volleys_borken weiterhin hauchdünn einen Platz vor uns.

Im Überblick:

👕 Flacht vs Borken
📅 07.03.2026, 19:30 Uhr
📍 Heckengäusporthalle II
📊 3:1 (20:25, 26:24, 25:23, 25:23)
🥇 Frauke Neuhaus (Flacht)
🥈 Pia Mohr (Borken)
⌛ 107 Minuten (27, 27, 27, 26)
🙌🏼 433 - AUSVERKAUFT!

Damit ist das letzte Heimspiel der Saison vorüber. Am 14.03.2026 wird es ab 18:00 Uhr in und gegen Dresden noch ein Auswärtsspiel zum Saisonabschluss geben.

📸 @nils_wuechner

🖤💙


1. Bundesliag: Eine phänomenale Bilanz

Die Binder Blaubären TSV Flacht treten am Samstag zum letzten Heimspiel ihrer Premierensaison in der ersten Volleyball-Bundesliga an. Schon jetzt steht die Partie unter besonderen Vorzeichen.

Die maximale Auslastung erreicht
Bereits eine Woche vor dem Heim-Showdown konnten die Blaubären Historisches vermerken: das Heimspiel gegen Mit-Aufsteiger Skurios Volleys Borken ist bis auf den letzten Platz ausverkauft. Das mag im ersten Moment unspektakulär klingen, es schließt jedoch an die bärenstarke Serie des TSV Flacht an. Jedes der zehn Heimspiel ihrer Debütsaison im Oberhaus war restlos gefüllt, damit verzeichnen die Flachter eine Auslastung von 100 Prozent über die gesamte Spielzeit. Eine Quote, die ihresgleichen sucht. Bereits in ihren zwei Spielzeiten in der zweiten Liga Pro waren die Blaubären ein großer Publikumsmagnet. Dieses Kunststück wiederholten sie in Liga eins nicht nur, sondern setzten mit der vollen Auslastung noch einen drauf.

Borken tritt favorisiert an
Gegen die Skurios Volleys hat Flacht nichts zu verlieren. Der amtierende Zweitligameister hat unter der Woche Schwarz-Weiß Erfurt zuhause mit 3:0 geschlagen und reist auch ob der vergangenen Aufeinandertreffen als haushoher Favorit in die Bärenhöhle. Für Borken ist die Partie im Heckengäu das letzte Saisonspiel und der offizielle Abschied ihrer Erfolgstrainerin Danuta Brinkmann, welche das Team im Vorjahr zum Meister und in diesem Jahr zum Zeitpunkt vor dem Duell mit Flacht zum besten Aufsteiger machte. Nach der laufenden Spielzeit wird sie, ebenso wie einige Leistungsträger der vergangenen Jahre, Borken verlassen.

Eine Saison für die Geschichtsbücher
Obwohl die Blaubären in der kommenden Woche mit dem Auswärtsspiel in Dresden noch einen letzten Auftritt in der Saison haben werden, soll nach dem Spiel in geselliger Runde in der Heckengäusporthalle gefeiert werden. Der gigantische Außenseiter hat sich in seiner Debütsaison weitaus teurer verkauft, als im Vorfeld anzunehmen war, unter anderem schockten die Binder Blaubären mit dem Heimsieg gegen den etablierten Erstliga-Club VC Wiesbaden. Auch gegen die Skurios Volleys Borken kann Flacht wieder überraschen, als Außenseiter hat die Mannschaft schon immer am besten geliefert.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht 
Foto: Thomas Hacker