• Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

News

1. Bundesliga: Flachter Blaubären ernten Beifall in Suhl

Beim dritten Aufeinandertreffen der leidenschaftlichen Vereine in Flachts Erstliga-Premieren fährt der VfB Suhl erwartungsgemäß den dritten 3:0-Erfolg ein. Dennoch gibt es für die Blaubären Applaus - von beiden Seiten.

Die Kontakte aus dem Hinspiel aufwärmen
Schon die ersten beiden Begegnungen zwischen der Bundesliga-Instanz aus Suhl und dem Neuling aus Flacht machten deutlich, dass sich hier zwei sehr ähnliche Mentalitäten annähern. Die leidenschaftlichen Fans beider Mannschaften gingen von Anfang an mit großer Bewunderung aufeinander zu. Ersten guten Gesprächen in der Flachter Bärenhöhle folgten intensivere Vernetzungen in der Suhler Wolfsgrube. Dies setzte sich auch im Ligarückspiel fort, die angereisten Flachter Anhänger wurden in der Fankneipe “Fangrube” mit offenen Armen empfangen. Schon vor dem Spiel kamen beide Fanlager zusammen, um sich bei Thüringer Bratwurst und kalten Getränken auszutauschen und zu vernetzen. Auf beiden Seiten freute man sich auf das anstehende Spiel.

Suhl ist sportlich kein Gegner auf Flachter Augenhöhe
Der Spielfilm wiederum ist schnell erzählt. Es fehlte allerdings der erkrankte Cheftrainer Manuel Hartmann, sodass Nico Reinecke sein Comenback feierte. Seine Blaubären knüpften an den intensiven Auftritt in der Vorwoche beim USC Münster an und konnten den Favoriten anfangs ein wenig ärgern. Doch schnell zeigte sich: die Blaubären konnten kämpfen, wie sie wollten, der Gegner war um Klassen überlegen. Die Suhler Wölfe um Kapitänin Roosa Laakkonen, die ligabeste Angreiferin Monika Brancuska, Mittelblockerin Laura Berger oder die mit 14 Punkten erfolgreiche MVP Mackenzie Foley zeigten dem Aufsteiger deutlich, warum die auf dem zweiten Tabellenplatz sowie im Zoi DVV-Pokalfinale stehen. Flachts Spielerinnen warfen alles in die Waagschale, die sich jedoch keinen Millimeter nach unten bewegen wollte. Die engagierten Angriffe des TSV zerschellten am zu hohen Block des VfB. Kapitänin Frauke Neuhaus kam auf Seiten der Blaubären zu keiner Entfaltung, Suhls Trainer Laszlo Hollosy hatte seine Mannschaft gut auf Flachts Topspielerin eingestellt. Nach 13 Punkten im ersten Satz, reichte es für die mutigen Flachterinnen in den Folgesätzen nur zu jeweils sieben Zählern. Nach 54 Minuten war Flachts höchste Saisonniederlage im kürzesten Spiel der Blaubären besiegelt. Manche Suhler sprachen gar vom höchsten Sieg in der 20-jährigen Ligageschichte des VfB.

Van der Veer sammelt Punkte - Premiere für Lobzhanidze
Flachts beste Punktesammlerin wurde, wenn auch mit nur vier Punkten, die in den vergangenen Wochen immer stärker aufspielende Franka van der Veer. Die silberne MVP-Plakette erhielt dabei jedoch eine andere Spielerin, Hollosy entschied sich für Flachts georgische Nationalspielerin Lizzy Lobzhanidze, die damit ihre erste Auszeichnung im schwarz-blauen Trikot und in der ersten Bundesliga entgegen nahm. In der 2. Bundesliga Pro hatte sie vor zwei Saisons bereits eine Medaille für NawaRo Straubing gewonnen.

Suhler Fans applaudieren den Gästen
Der couragierte Auftritt der Blaubären wurde nach dem Spiel von den mitgereisten Fans mit kraftvollem Applaus gewürdigt, doch damit nicht genug. Auch die Ultras der Heimmannschaft bedachten den trotz des Klassenunterschiedes kämpferischen TSV Flacht mit lebenden Sprechchören, die leidenschaftlichen Wölfe unterstrichen ihre Bewunderung für das besondere Team aus dem Heckengäu. Nach Spielende fanden die Fanclubs beider Mannschaften erneut zueinander und stießen auf die Freundschaft an.

Für Flacht geht es am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen den VC Wiesbaden weiter. Auch in der Halle des VC sammelten die Blaubären bereits große Sympathien ein.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Stephan Roßteuscher


Binder Blaubären TSV Flacht: AUSWÄRTSSPIEL

Es geht schon wieder auf die Straße und der Weg führt uns wieder einmal nach Suhl. Nach dem Heim- und dem Pokalspiel gegen die Wölfe folgt heute unser Auswärtsspiel gegen VFB Suhl 


📍 Gastgeber: Suhl
🗓 24. Januar 2026
⏰ Anpfiff: 18:30 Uhr
📺 Übertragung (Beginn 18:10 Uhr): dyn.sport/sport_volleyball (kostenpflichtig)
📝Vorbericht zum Spiel: binderblaubaeren.de

📸 @justus.fotos

🖤💙


1. Bundesliga: Drittes Duell der Saison: Blaubären TSV Flacht zum zweiten Mal in Suhl

Gegen die meisten Gegner haben die Binder Blaubären TSV Flacht in dieser Spielzeit ein Spiel bestritten, gegen Erfurt und Münster gab es bereits zwei Duelle. Am Samstag steht das Rückspiel gegen den VfB Suhl an, welches bereits das dritte Aufeinandertreffen der Saison darstellt.

Das zweite Heimspiel der Binder Blaubären TSV Flacht im deutschen Oberhaus fand am 29. Oktober 2025 statt. Zu Gast war der VfB Suhl, der seiner haushohen Favoritenrolle in der Bärenhöhle gerecht wurde. Doch dabei allein blieb es nicht, die Wölfe aus Thüringen spielen eine bärenstarke Saison. Der Platz in der Spitzengruppe, den der insolvente SC Potsdam freigegeben hat, ist fest in Suhler Hand. Der VfB steht mit zwei Punkten vor dem amtierenden Meister Schwerin auf dem zweiten Tabellenplatz. Mit zehn Siegen aus 13 Spielen verzeichnet Suhl gemeinsam mit Dresden die zweitmeisten Ligasiege hinter Primus Stuttgart. Zudem stellen die Wölfe mit der tschechischen Diagonalen Monika Brancuska die punktbeste Angreiferin der Liga. Nur gegen Dresden, Aachen und Stuttgart ließ die Mannschaft des ungarischen Trainers Laszlo Hollosy Punkte liegen, blieb aber nur gegen Stuttgart gänzlich punktlos. Auch im DVV-Pokal haben die Suhler einen Lauf und treten Ende Februar gegen Stuttgart im Finale an.

Fankultur verbindet: Flacht und Suhl pflegen engen Austausch
Stichwort Pokal, hier trafen Flacht und Suhl bereits ein zweites Mal aufeinander. Im Achtelfinale gastierten die Blaubären in der Wolfsgrube, auch hier setzte sich der etablierte Favorit durch. Das erste Gastspiel der Flachter in Suhl wurde aber vor allem zu einem besonderen Fan-Event. Der Fanclub „AlwaySuhltras“, der bereits seit längerem Bewunderung für das Projekt der Binder Blaubären hegt, trat in intensiven Austausch mit den mitgereisten Anhängern des TSV-Fanclubs „Blaubärbande“, eine sich anbahnende Fanfreundschaft wurde intensiviert. Auch am Samstag dürfte es erneut zu einem herzlichen Wiedersehen kommen. Die Suhler Wölfe und die Flachter Blaubären verbindet ihre gemeinsame Sicht auf Fankultur und gelebten Support auf eine Art und Weise, wie sie in Volleyball-Deutschland bislang noch wenig Verbreitung findet. Die neue Allianz zwischen Suhl und Flacht steht gemeinschaftlich für eine leidenschaftliche Zeitenwende.

Wird der nächste Gigant geärgert?
Am Samstag um 18:30 Uhr wird das Spiel beginnen. Nach den beiden 3:0-Siegen der Wölfe in 67 und 68 Minuten mit 49 und 56 Punkten für die Blaubären ist ein erneuter Dreier für den VfB Suhl das wahrscheinlichste aller Ergebnisse. Das war jedoch auch in der Vorwoche beim USC Münster der Fall, als die Blaubären dem vergangen Pokalfinalisten dennoch einen Satz abrangen und die Sensation zum Greifen nahe war. Der neue Finalist, der in der Vorsaison noch die Großen ärgerte und nun selbst einer von ihnen geworden ist, könnte nun als nächster von den leidenschaftlichen Blaubären geärgert werden.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Stephan Rossteuscher


Sensation in Münster: Binder Blaubären TSV Flacht verpasst Punktgewinn nur knapp

Die Favoritenrolle war mehr als eindeutig verteilt vor dem Spiel der Binder Blaubären TSV Flacht beim USC Münster. Wer aber mit einer schnellen Abfertigung des Underdogs aus dem Heckengäu gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt.

Flachter Blaubären auf hartem Pflaster gefordert
Die Sporthalle Berg Fidel im gleichnamigen Ortsteil der kreisfreien Stadt Münster. Mit einer Kapazität von 3000 Plätzen gemeinsam mit der Dresdner Margon Arena die größte Spielstätte in der Volleyball-Bundesliga der Frauen. Heimat des neunmaligen deutschen Meisters und elfmaligen Pokalsiegers USC Münster. Eine Instanz des deutschen Volleyballs. Hier stürzten in dieser Spielzeit bereits Meister Schwerin und Pokalsieger Dresden, Tabellenführer Stuttgart verlor hier den bisher einzigen Satz. Gegen die Schwergewichte der Liga wirkte der frisch aufgestiegene TSV Flacht wie eine leichte Beute. Wie das Lamm, welches zur Schlachtbank geführt wird. Niemand hätte vor der Begegnung auch nur einen Pfifferling auf die Binder Blaubären gesetzt. Eine Wiederholung des Hinspiels, in dem die Blaubären mit 0:3 und 49 Punkten in 64 Minuten ihre Erstliga-Heimpremiere abschlossen, schien so sicher wie das Amen in der Kirche oder die MVP-Medaille für Frauke Neuhaus. Doch es sollte ganz anders kommen.

Von Anfang an dominiert Flacht das Spiel
Der Gigant aus dem Münsterland fand beschwerlich in die Partie, ganz anders als der Gast. Vom Start weg waren die Flachter Blaubären wacher, frischer, aggressiver und kämpferischer. Das Bild aus dem Hinspiel war weit und breit nicht zu finden, die Flachter Damen führten den übermächtigen Gegner den gesamten ersten Satz am Nasenring durch die Manege und sprangen nach Belieben mit dem USC-Team um. Während Alina Stäbler, die die erkrankte Leonie Büdenbender auf der Libera-Position mehr als würdig vertrat, auch die unmöglichsten Bälle vom Boden kratzte, stand der Block von Britta Schammer und Lizzy Lobzhanidze wie eine unüberwindbare Mauer. Gleichzeitig servierte Roxana Vogel blitzsaubere Bälle auf die Angriffspositionen und setzte die überlegte Hanne Binkau, die energische Hanna Kögler und die schlaggewaltige Kapitänin Frauke Neuhaus blendend in Szene, die Bälle flogen den grünen Gastgebern nur so um die Ohren. Nicht einen einzigen Rückstand mussten die Blaubären im ersten Satz hinnehmen, nach 23 Minuten gelang das Unmögliche: mit 25:21 holten sich die Binder Blaubären den ersten Satzgewinn. Das Favoritengrab Berg Fidel hatte die TSV-Frauen nicht schrecken können, mit unbändiger Leidenschaft und einem unbeschwerten Aufspielen sicherten sich die Blaubären den vierten Satzgewinn. Erstmals seit dem 3:1-Premierensieg in Hamburg gelang den Flachterinnen damit ein Satzgewinn im Oberhaus, dieses Mal gegen einen etablierten Spitzenverein aus der ersten Liga. Historisches war geschehen und Flacht hatte noch lange nicht genug.

Einbrechen? Fehlanzeige!
Wer nun glaubte, die Blaubären hatten nun einen Satz lang alle Körner verschossen und würden nun zusammenbrechen wie eine Brücke aus Spaghetti unter dem Gewicht zu vieler Backsteine, der rieb sich gehörig Due Augen. Denn Frauke Neuhaus und ihre weiß gewandeten Mitstreiterinnen fügten Satz zwei nahtlos an den ersten an. Die leidenschaftlichen Gäste waren für den großen USC schier nicht zu bändigen. Erneut knackten die Blaubären die Marke von 20 Punkten und tanzten an der Grenze zum erneuten Satzgewinn. Ein Punktgewinn in der Sporthalle Berg Fidel, das war zuvor keinem Aufsteiger gelungen. Doch ein Zusammenspiel aus mutigen Fehlern der Blaubären, abgeklärter Aktionen der erstligaerprobten Münsteraner Spitzenspielerinnen und fragwürdiger Entscheidungen der Grünen auf den Entscheiderpositionen brachten Münster mit 25:24 den Satzball. Es war, man mochte es kaum glauben, Münsters erste Führung im gesamten Spiel. Die reifen Stars in Grün vollendeten das Werk schließlich und konnten nach Sätzen ausgleichen.

Satzverlust und lange Pausen sorgen für einen Bruch im Flachter Spiel
Die anschließende zehnminütige Pause kam den Hausherren gelegener als den Gästen, welche die athletische Überlegenheit des USC-Teams nun zu spüren bekamen. Mit 25:18 holte sich Münster einen wenig gefährdeten Satzgewinn und brachte sich in Siegerposition. Doch der aufmüpfige Außenseiter wollte sich noch lange nicht geschlagen geben und spielte im vierten Satz abermals mutig auf. Lange konnten sich die angereisten Fans der Blaubären berechtigte Hoffnungen auf ein Wunder machen und vom nächsten Punktgewinn träumen. Schließlich zeigten die Münsteraner jedoch den längeren Atem, für die Blaubären war der vierte Satz am Ende zu viel. Mit 25:16 ging der Gewinn an den USC, der den Angriff der Blaubären damit doch noch abwehren konnte.

Die Zahlen sind top - Hanne Binkau auch
Eineinhalb Stunden hatten die Blaubären dem USC wacker Paroli geboten, nach 91 gespielten Minuten endete die Begegnung. Nur der Auswärtssieg beim ETV Hamburg hatte acht Minuten länger gedauert, Flachts 83 gesammelte Punkte wurden ebenfalls nur vom Triumph in der Hansestadt überboten (97). Dass den Binder Blaubären jedoch dieses Mal kein frisch aufgestiegener Ex-Zweitligist, sondern eine Institution der VBL gegenüberstand, lässt diese Leistung ähnlich imposant wirken wie den ersten Sieg der Erstliga-Historie. Das fand auch Cheftrainer Manuel Hartmann. “Der eine Satzerfolg ist Motivation die nächsten Partien”, freute sich der Trainer, der mit Kampfgeist und Willen seiner Mannschaft zu 100 Prozent zufrieden war. “Wenn wir so auftreten, können wir auch gegen eine solche Mannschaft mithalten”, lobte Hartmann den couragierten Einsatz seiner Schützlinge. Die beste Leistung auf Flachter Seite attestierte Münster-Coach Matthias Pack einer Wiederholungstäterin. Außenangreiferin Hanne Binkau bleibt weiterhin Flachts einzige MVP im Kalenderjahr 2026. Nach der Auszeichnung im Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Erfurt wurde sie zum zweiten Mal in Folge mit der Silbermedaille bedacht, was auch ihre zweite Auszeichnung in der laufenden Saison, ihrer ersten im Oberhaus darstellt. Ihr variables Spiel brachte die USC-Defensive in schwere Bedrängnis, denn Flachts Nummer 8 beherrscht den wuchtigen Angriffsschlag ebenso wie ihre gefürchteten, hochpräzisen Bälle in die freien Räume ideal oder die kluge Ausnutzung gegnerischer Blockspielerinnen, was sie zu einer verdienten MVP macht.

Nächsten Samstag in Suhl an die Leistung anknüpfen
Der TSV Flacht setzt sein nächstes deutliches Ausrufezeichen im Bundesliga-Kosmos. Ein derart kampfbetonter Auftritt steht den Blaubären bestens zu Gesicht und dürfte auch in der kommenden Woche sehr begrüßt werden. Auch die Wolfsgrube des VfB Suhl ist ein gefährliches Pflaster, auf dem Flachts sportliches Aushängeschild im Herbst bereits das Ausscheiden aus dem DVV-Pokal hinnehmen musste. Doch spätestens der Auftritt in Münster hat endgültig gezeigt: die Blaubären verstecken sich vor niemandem.

Foto: Gerhard Heermann